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Neigung
Die ideale Himmelsrichtung einer Solaranlage ist Süd. Bei Orientierung nach Ost oder West ergeben sich geringere Solarenergieerträge. Das Solarsystem muß dementsprechend etwas größer ausgelegt werden. Eine Dachfläche muß nicht unbedingt exakt nach Süden ausgerichtet sein, um als Montagefläche für Sonnenkollektoren dienen zu können. Abweichungen aus der Südrichtung von bis zu 30 ° führen bei den in Deutschland üblichen Dachneigungen nur zu geringen Einbußen. Selbst reine Ost- oder Westorientierungen können durch eine entsprechend vergrößerte Kollektorfläche ausgeglichen werden. Der Neigungswinkel einer Dachfläche kann zwischen 20 ° und 60 ° betragen, wobei geringere Neigungswinkel die Energieausbeute der Solaranlage im Sommer begünstigen und steilere die Solarerträge im Winter. Bei Flachdächern bieten sich Aufständerungen an. Solaranlagen erzielen auch bei Abweichung von der Idealorientierung gute Betriebs-ergebnisse. Der Optimierung von Neigung und Orientierung sollte daher keine übertrieben große Bedeutung zukommen. Prinzipiell gilt, daß eine nicht ideal orientierte Solaranlage in jedem Fall besser ist als keine Solaranlage. Die Aufstellung eines Solarsystems sollte sich daher stark nach den örtlichen Gegebenheiten richten.
Niedertemperaturkessel
Ein Niedertemperatur-Heizkessel ist ein NTHeizkessel, der kontinuierlich mit einer Eintrittstemperatur von 35 bis 40 ° C betrieben werden kann und in dem es unter bestimmten Umständen zur Kondensation des in den Abgasen enthaltenden Wasserdampfes kommen kann. Im Gegensatz zu früheren Kesselbauarten werden NT-Heiz-kessel mit gleitender oder abgesenkter Temperatur gefahren, um die Bereitschaftsverluste durch Abstrahlung und Konvektion sowie die Abgasverluste zu verringern und damit den Wirkungsgrad zu erhöhen. Dabei sind diese Kessel auch bei dem monatlichen Kondensatanfall nicht durch Korrosion gefährdet.
Niedrigenergiehaus
Ist keine Bauweise, sondern der Begriff bezeichnet einen Standard. Bei Niedrigenergiehäusern wird die Wärmeschutzverordnung von 1995 um 25% unterschritten. Der Verbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr liegt zwischen 40 und 70 Kilowattstunden (kWh) an Energie. Es ist dem Architekten beziehungsweise Bauherren überlassen, welche Schwerpunkte bei den energiesparenden Maßnahmen gesetzt werden und welches Gesamtkonzept zum Ziel führt. Passiv- und Niedrigenergiehäuser zeichnen sich insbesondere durch folgende Konstruktionsmerkmale aus: optimaler Wärmeschutz der Gebäudehülle, durchdachte Ausführung von Wärmeschutzmaßnahmen im Detail (Winddichtheit, Vermeidung von Wärmebrücken etc.), Verringerung der Außenfläche (Baugeometrie), passive Sonnenergienutzung.
Nutzungsgrad
Der Nutzungsgrad bezeichnet den Wirkungsgrad eines Heizkessels über einen gewissen Zeitraum. Hierbei werden die Betriebs- und die Stillstandzeiten berücksichtigt.