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Haus
Nach der Sonne ausgerichtetes Bauen ist nicht neu. Die ersten Städte, die auf der Grundlage solarer Planung angelegt waren finden wir bereits im Alten Ägypten (El Lahun, 1800 v. Chr.) und Mesopotamien (Babylon, 3500 v. Chr.). Wie damals schon bekannt war, lassen sich durch solares Bauen riesige Mengen Energie einsparen. Allein die passive Nutzung der Sonnenstrahlung wie die Ausrichtung der Fensterfront nach Süden, Wärmedämmung und ähnliches bringen riesige Energieeinsparung. 90 % der Heizkosten können so eingespart werden, die restliche Wärme liefern zukünftig Sonnenkollektoren. Jedes nach Süden ausgerichtete Dach ist ein potenzielles Sonnenkraftwerk. Kollektoren und Photovoltaik-Anlagen können sowohl auf bestehenden Gebäuden nachgerüstet als auch in die Planung neuer Gebäude integriert werden. Optimale Abstimmung zwischen Architekten und Solarteuren ist die Grundlage größtmöglicher Effizienz und hohen Wohnkomforts. Niedrig- oder Nullenergiehäuser kombinieren Wärmedämmung, Südausrichtung, bedarfsorientierte Lüftung und intelligente Solarsysteme. Der Heizenergiebedarf und die CO2-Emissionen sinken und die Lebensqualität wird steigen. s. Solararchitektur
Heizenergiebedarf
Die Energiemenge, die für die Gebäudeheizung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfs und der Verluste des Heizsystems aufgebracht werden muss.
Heizgrenze
Als Heizgrenze wird die mittlere Tagesaußentemperatur bezeichnet, bei der im Haus ein Bedürfnis nach Wärme entsteht. Sie liegt bei etwa 15 C.
Heizkessel
Funktionseinheit aus Brennraum mit Brenner, Kesselkörper mit Wärmetauscher, Wasserfüllung und der regeltechnischen Ausstattung.
Heizöl
Heizöl besteht überwiegend aus Kohlenstoff und zu etwa 10 - 15 % aus Wasserstoff. Dadurch ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert geringer als bei Erdgas.
Heizstrom
Zu einem günstigen Tarif geben Stromversorger elektrische Energie zu Heizzwecken ab beispielsweise für elektrische Direktheizungen, Speicherheizungen oder Wärmepumpen.
Heizungsunterstützung
Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung sind die beiden Bereiche, in denen der Einsatz von Solarkollektoren besonders effektiv und ökonomisch sinnvoll ist. In Kombination mit modernen Puffer- speichern können solare Brauchwasseranlagen die Heizungsanlage wirksam unterstützen. Im Herbst bzw. Frühjahr kann die Heizung vollständig oder zumindest zu einem beträchtlichen Teil durch Sonnenenergie abgedeckt werden. Eine Solaranlage für die Erwärmung des Nutz-Warmwassers hat mit zusätzlichen Kosten von etwa 4000.- bis 8000.- DM nur einen Anteil von 1- 2 % an den Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus bei Mehrfamilienhäusern kann dieser Anteil sogar auf 0,5% des Kaufpreises gesenkt werden. Dafür liefert bereits eine einfache Anlage im Sommer 90% und im Winter 50 % des benötigten warmen Wassers - und das kostenlos für rund 30 Jahre.
Heizwärmebedarf
Die Wärmemenge, die von dem Heizsystem dem Raum bzw. dem Gebäude zur Verfügung gestellt werden muss, um eine bestimmte Raumtemperatur zu erhalten. Die Größe wird durch eine Bilanzierung von Wärmeverlusten (Transmission Qt und Lüftung Qv) und Wärmegewinnen (solare Qs und interne Qi) ermittelt und kennzeichnet die wärmeschutztechnische Qualität der Gebäudehülle.
Heizwert
Der Heizwert bezeichnet den Teil des Energiegehaltes eines Brennstoffs, der sich allein auf das Wärmepotenzial aus dem trockenen Teil der Verbrennungsgase bezieht.
Heizzentrale
Der Begriff Heizzentrale bezeichnet die Funktionseinheit aus Heizkessel, Brenner, Regelung und Sicherheitsausstattung.
Holzbrennstoffe
Holzbrennstoffe sind regenerierbare Energieträger, bei deren Verbrennung nur so viel Kohlendioxid entsteht, wie der Baum während des Wachstums aufgenommen hat. Sie gelten daher als CO2-neutral.
Holzpellets
Holzpellets bestehen aus Hobel- und Sägespänen, die naturbelassen in der holzverarbeitenden Industrie anfallen. Dieser Rohstoff wird unter hohem Druck zu kleinen zylindrischen Röllchen gepresst.