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Elektroheizung
Zu den Elektroheizungen gehören Elektrodirektheizungen, die auch als Wärmewellengerät ausgeführt sein können, Elektrospeicherheizungen und Elektrisch betriebene Fußboden- und Wandheizungen. Einzelne Badheizkörper können auch mit einer zusätzlichen Elektropatrone betrieben werden.

Emission
Der Emissionswert gibt den Abstrahlungsverlust des Solarabsorbers wider. Er sollte so gering wie möglich sein. Dabei spielt die Art der selektiven Schicht und Material eine entscheidende Rolle, wie zum Beispiel Schwarzchrom. Für Seeluft und andere stark korrosiv tätige Umwelteinflüsse muss der Absorber ausgelegt sein, um eine angemessene Lebensdauer nachzuweisen. Mehrschichtsysteme mit Korrosionsschutz sind hier besonders geeignet.

Endenergiebedarf
Energiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung direkt vor Ort zur Verfügung gestellt werden muss; um die normierte Rauminnentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte Hilfsenergie mit ein. Die Endenergie wird an der "Schnittstelle" Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen dem Eigentümer) geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders interessante Angabe. Er muss vor diesem Hintergrund im Energiebedarfsausweis - getrennt nach verwendeten Energieträgern - angegeben werden; bei Wohngebäuden kann er neben der auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Angabe und dem absoluten Wert (Gesamtbedarf für das Gebäude) auch auf die Wohnfläche bezogen angegeben werden (freiwillige Angabe). Der auf die Wohnfläche bezogene Bedarfswert ist in der Regel höher als der entsprechende, auf die Gebäudenutzfläche bezogene Wert, weil die Wohnfläche in der Regel kleiner ist als die Gebäudenutzfläche.

Energetische Amortisation
(Energierücklaufzeit oder auch Erntefaktor) Die Zeitspanne, die eine Solaranlage benötigt, um soviel Energie zu erzeugen, wie für ihre Herstellung benötigt wurde. Marktübliche thermische Solaranlagen amortisieren sich nach etwa 4 Jahren - ihre geschätzte Lebensdauer liegt zwischen 25 bis 30 Jahren. Die Energierücklaufzeiten von Photovoltaikanlagen sind vergleichbar: PV-Anlagen auf der Basis von amorphem Silizium haben laut einer Studie der TU Berlin eine energetische Amortisationszeit von 17 bis 41 Monaten. Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, können sich nicht energetisch amortisieren, da ständig weitere Brennstoffe verbraucht werden.

Energie
Das Wort kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt "wirkende Kraft". Physikalisch gesehen ist Energie die Fähigkeit eines Systems, Arbeit verrichten zu können. Sie wird weder erzeugt noch verbraucht, sondern nur von einer Form in die andere umgewandelt. Zum Beispiel wird die Energie der Sonne durch Solarzellen in elektrischen Strom umgewandelt. Oder durch den Einsatz von Solarkollektoren zur Wassererwärmung und Raumheizung genutzt. Physikalische Einheit für Energie: 1 Joule (J) Physikalische Einheit für elektrische Energie: 1 Kilowattstunde (kWh) 1 kWh.

Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasser-bereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung, sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.

Energiebedarfsausweis
Für neu zu errichtende Gebäude wird entsprechend der Energieeinsparverordnung die Ausstellung eines Energiebedarfsausweises gefordert. Dieser fasst die wesentlichen Berechnungsergebnisse des Nachweis- verfahrens zusammen und weist die Kenngrößen, über welche die Anforderungen formuliert sind, aus. Weiterhin wird in dem Dokument der Endenergiebedarf angegeben, der als Vergleichswert zu dem tatsächlich auftretenden Verbrauch herangezogen werden kann. Da die Berechnungen auf bestimmten normierten Ansätzen (z.B. Meteorologie, Nutzverhalten) beruhen, ist ein Vergleich zwischen Rechnung (Prognose) und Messung (tatsächlicher Verbrauch) nur eingeschränkt möglich.

Energiebilanz
Energiebilanzen sind die rechnerische Grundlage für einen möglichst rationellen Einsatz von Energie. Dabei wird der Aufwand an Primärenergie der letztlich verfügbaren Nutzenergie gegenübergestellt. Energiebilanzen können auf errechneten oder tatsächlich gemessenen Werten beruhen. Sie sind immer auf ein konkretes Objekt oder eine bestimmte Anwendung bezogen. Die Energiebilanz für eine thermische Solaranlage wird nach folgendem Schema erstellt: Die Sonneneinstrahlung wird mit 100 % angesetzt. Davon gehen 20 % durch Reflexion verloren. Weitere 30 % verbraucht der Kollektor selbst durch Aufheizung und Abstrahlung. 15 % entfallen durch Wärmeverluste im Solarkreislauf, im Speicher und in der Brauchwasserverteilung. Die nutzbare Energie, auch als Systemwirkungsgrad bezeichnet, liegt dann bei 35 %. Für Gebäude verlangt die Wärmeschutzverordnung eine Energiebilanz. Sie ermittelt den theoretischen Heizwärmebedarf. Er setzt sich zusammen aus dem Wärmebedarf, der durch Außenwände, Fenster und Dach verloren geht und dem Lüftungswärmebedarf. Abgezogen werden davon interne Wärmegewinne (Körper- und Gerätewärme) und solare Wärmegewinne (Einstrahlung durch Südfenster). Die vorab errechneten Energiebilanzen weichen häufig stark von den tatsächlich gemessenen ab. Bei Gebäuden liegt dies meist am individuellen Nutzerverhalten. Bei sehr komplexen Energiebilanzen, beispielsweise für Volkswirtschaften oder einzelne Energieträger, werden wichtige Faktoren manchmal nicht beachtet. Die Nutzung von Solarenergie ist in jeder Energiebilanz von Vorteil, denn die Energiequelle steht kostenlos zur Verfügung.

Energieeinsparverordnung (EnEV)
Die Energieeinsparverordnung 2002 regelt den Energieverbrauch von Gebäuden. Das Ziel dieser Verordnung ist die Minimierung des gesamten Primärenergiebedarfs.

Energiepass
In privaten Haushalten stellen die Heizkosten den größten Anteil der Betriebskosten dar. Etwa ein Drittel des gesamten Primärenergieverbrauchs wird für die Heizung und Warmwasserbereitung aufgewendet. Demgegenüber wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern oft nur wenig über deren Energiebedarf. Objektive Informationen und Vergleichsmaßstäbe fehlen bisher. Der von allen europäischen Mitgliedsstaaten einzuführende Energiepass soll Einsparpotenziale aufzeigen, um es zu ermöglicht, den Energiebedarf von Häusern unkompliziert zu vergleichen.

Erdgas
Erdgas ist ein Brennstoff, der zum größten Teil aus der Kohlenwasserstoffverbindung Methan besteht. Bei der Verbrennung des Wasserstoffanteils bildet sich Wasserdampf, dessen Wärme mit Brennwerttechnik genutzt werden kann, während sie ohne Brennwerttechnik aus dem Schornstein entweicht.

Erdkollektor
In senkrechte Bohrungen von bis zu 100 m Tiefe eingebrachte Sonden, die von einer Soleflüssigkeit durchströmt werden und dabei die Erdwärme aufnehmen. In einer Wärmepumpe wird das Temperaturniveau anschließend so angehoben, dass es für Heizzwecke nutzbar ist.

Erdwärme
Als Erdwärme wird die Wärme bezeichnet, die im Erdboden gespeichert ist. Im Bereich zwischen 15 und 100 Metern Tiefe ist die Wärme zu jeder Jahreszeit konstant und kann mit einer Wärmepumpe für Heizung oder Warmwasserbereitung genutzt werden.

Erneuerbare Energien
Sie werden auch als regenerative Energien bezeichnet und stammen aus den Energiequellen, die den Menschen unendlich lange zur Verfügung stehen (im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen). Dazu gehören die direkte Sonnenenergie (Solarwärme, Photovoltaik) und die indirekte Sonnenenergie in Biomasse, aus Wind- und Wasserkraft, sowie Erdwärme (Wärmepumpe) und Gezeitenkraft (Mond).

Ertragsvorhersage
Basierend auf Wetterdaten vergangener Jahre simulierter Deckungs-beitrag. Außer den Wetterdaten des Aufstellungsortes werden auch die Ertragsleistung der Kollektoren, sowie Verlustleistungen im Rohrsystem, Speicher und anderer Anlagenteile berücksichtigt. Die Ertragsvorhersage bezieht sich immer auf ein Durchschnittsjahr.